Dienstag, 17. April 2018

40 Tage Fasten - warum ich keinen Schokohasen mehr sehen kann

Auf meinem Instagram Account hat es der ein oder andere vielleicht mitbekommen, vielleicht aber auch nicht aber ich habe heuer wie die Jahre zuvor wieder vierzig Tage lang bis Ostersonntag gefastet. Einige von euch wollten meine Erfahrungen dazu lesen, für euch gibts heute einen kleinen Einblick wie es mir die Wochen ergangen ist und warum ich keine Schokolade mehr sehen kann.



Warum habe ich das ganze gemacht?

Ich wurde katholisch erzogen und bin nach wie vor Christ - das war aber reine Nebensache.
Gefastet habe ich vor allem für mich, ich wollte meinem Körper und meinem Geist etwas gutes tun und mich selber dabei etwas beobachten wie sehr man sich verändert.

Das ganze ziehe ich nun schon das vierte Jahr in Folge durch, angefangen hat alles mit dem vierzigtägigen Verzicht auf Alkohol, die Jahre hindurch kam mehr dazu.


Worauf ich verzichtet habe:


  • Alkohol
  • Süßes (ausgenommen selbstgemachtes wie Kuchen von Mama)
  • Chips & Co.
  • Facebook


Warum verzichtete ich genau auf diese vier Dinge?

Wie ihr vielleicht wisst bin ich gerade dabei meinen Körper auf ein gesundes Gewicht zu bringen und die ein oder anderen Kilos zu verlieren, da kam mir der Verzicht auf Süßes & Saures gerade recht.
Schon in den letzten Jahren habe ich immer mal wieder einen Monat oder so auf diese Kleinigkeiten verzichtet und musste immer wieder feststellen wie sehr ich diese Dinge NICHT brauche, jedoch immer wieder aus Faulheit oder reinem Guster dazu griff.

Zum Alkohol kann ich folgendes sagen: ich trinke gerne gemütlich mal das ein oder andere Gläschen und gehe auch sehr gerne feiern. Auf Alkohol habe ich schon auch meinem Körper zu liebe aber auch um mir selber etwas zu beweisen verzichtet. 

Facebook kam heuer neu dazu. Ich brauche diese Website einfach nicht in meinem Leben und wollte durch meinen Verzicht darauf mir selber beweisen, dass ich auch ohne kann.


Wie ist es mir ergangen? 


Ich muss sagen, ganz gut - ich hatte keine krassen Divenmomente oder Entzugserscheinungen.

Bei meinem Verzicht auf Facebook ist mir aufgefallen wie automatisch ich schon auf die Website ging. Schon letztes Jahr habe ich die App deinstalliert und muss über den Browser zur Website.
Auch habe ich öfters mal bei anderen Leuten mitgespechtelt. Nach der ersten Woche ging es dann aber eigentlich ganz gut und ich verbrauchte keinen Gedanken mehr an die Website.

Da die Festlsaison wie man bei uns im Dorf sagt erst mit Ostern beginnt hatte ich nicht viele Versuchungen nach Alkohol. Jedoch war die Versuchung beim runden Geburtstag meiner SchwiMu groß, ich hielt aber stand auch wenn ich zu gerne einen kleinen Most oder einen Averna auf sie getrunken hätte. Was besonders genervt hat waren die Fragen WARUM? Bist du schwanger? Nachdem man sein Vorhaben etwas erläutert hat waren die Sticheleien aber dennoch nicht vorbei - jedoch prallten sie buchstäblich an mir ab.

Auf Knabbereien konnte ich sehr gut verzichten, schon länger nehme ich mir vor am Abend oder bei Feieren gar nicht erst mit ein paar Salzstangen anzufangen, da ich weiß, dass innerhalb der nächsten Minuten die ganze Packung leer ist. Ich war sogar öfters mal etwa stolz auf mich, dass ich als einziger nicht zur Schale griff.

Nun zum leidigen Thema mit den süßen Versuchungen. Ich muss gestehen, dass fiel mir sehr schwer. Da meine Mutter einfach eine Meisterbäckerin ist konnte ich es nicht wagen so lange einen ihrer Kuchen zu verschmähen, deshalb habe ich selbstgemachtes ausgeschlossen. Besonders schwer fiel mir das kleine Gutzi nach dem Abendessen, ich brauch da einfach etwas süßes nach dem deftigen. Ich griff dann gerne mal zu einem Marmeladenbrot (Brot natürlich selbstgemacht) oder zu einem Joghurt oder etwas Obst.

Wie hat mein Körper darauf reagiert?

An meinem Körper hat sich natürlich mein Gewicht in Kombination mit Sport und der Ernährung verändert aber auch meine Haut an sich. In der kritischen Phase im Monat entdeckte ich höchstens einen Pickel und nicht mehr so viele Unreinheiten in meinem Gesicht.

Auch mein Wohlbefinden hat sich verändert. Ich fühle mich einfach wohl und ausgeruht, ich konnte sehr gut schlafen in der Zeit, da sich mein Magen mit leichterer Kost beschäftigte.

Wie ging es mir nach den vierzig Tagen?


Nach den vierzig Tagen habe ich mir erstmal vorgenommen richtig zu schlemmen und mir alles zu göhnen auf was ich all die Tage verzichten musste. So kam bei meinem Ostereinkauf gleich mal Schokolade, Eis und Chips in den Einkaufswagen, von den ganzen Ostersüßigkeiten mal abgesehen.

Am Ostersonntag genehmigte ich mir nach dem Brunch im Kreise meiner liebsten meinen ersten Lillet und am selbigen Abend gings auf eine Party wo so einige Shots auf mein Konto flossen. Der Tag danach ging dann aber überraschenderweise ohne Kater voran.

Auch im Büro griff ich zu meinem Osternest und aß sogar die Schokoosterhasen mit Genuss. Jedoch musste ich schon am Mittwoch k.o. geben, denn mir war nur noch übel von der vielen Nascher- und Knaberrei.
Was mir auffiel, ich war schon nach einen Stück Schokolade voll und mein Guster war gestillt.

Zu Facebook kann ich sagen, tausende Benachrichtigungen - keine davon bestimmte mein Leben.


Welches Resümee ziehe ich daraus? Was nehme ich mir mit für die Zukunft?


Bis zu meinem Urlaub Ende Mai möchte ich gerne noch auf Schokolade und Co. verzichten, wobei mein Guster darauf eh schon verflogen ist. Einzig und allein auf Eis möchte ich bei dem schönen Wetter nicht verzichten. Zu Hause befinden sich nur noch Naschereien von meinem Freund oder für Besuch. Am Sonntag habe ich zum Filme gucken ein paar Salzbrezeln geöffnet, halb so schlimm wie Chips - auf die verzichte ich weiterhin.

Für mich gibt es nichts gemütlicheres als ein lauer Abend am Balkon mit einem Gläschen Aperol und lieben Leuten um mir. Ich weiß, es ist unsere Kultur, dass wir dazu Alkohol brauchen aber ich muss sagen, mir schmeckts einfach und ich trinke nicht täglich und auch mal einige Wochen gar nichts.

Facebook ganz aus meinem Leben zu löschen bringe ich noch nicht übers Herz. Da ich in einigen Veranstaltungen involviert bin und man auf Facebook bei uns die beste Promo macht möchte ich mein Konto noch nicht ganz löschen, jedoch habe ich die Website nur mehr auf das minimalste beschränkt.

Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen wieder vor Ostern zu Fasten und auch mal unter dem Jahr auf ein paar Dinge zu verzichten. Vielleicht bringe ich es ja mal übers Herz mich von Facebook zu trennen.

Fastet ihr oder verzichtet ihr gerade auf etwas in eurem Leben? 
Berichtet mir gerne von euren Erfahrungen!
Eva 

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